Speed-Dating bei der Jobsuche? - Treffen mit den Berliner IFD-Leitungen

Bei einem Treffen mit den Leiterinnen und Leitern der Berliner Integrationsfachdienste (IFD) wurden weitreichende Kooperationen bei der Realisierung des Projekts BIRLIKTE vereinbart. Das von der Aktion Mensch finanzierte Projekt, das von Dr. Sigrid Arnade (ISL e.V.), Sevgi Bozdag (InterAktiv e.V.) und Wiebke Schär (ISL e.V.) in den Räumen des IFD Berlin Mitte vorgestellt wurde, stieß auf großes Interesse im Kreis der IFD-Leitungen, der von Rainer Deiters (IFD-Berlin Mitte) moderiert wurde. 

Als neue Idee dabei wurde eine Form des „Speed Dating“ bei der Job-Suche für behinderte Menschen mit und ohne Migrationshintergrund angedacht. Fragen wie „Trauen die sich das?“ – „Was passiert, wenn die Betroffenen nicht so gute Erfahrungen machen?“ – „Wie kann sowas überhaupt funktionieren?“ standen im Mittelpunkt der Diskussion. Einig war man sich darin, dass die beteiligten Jugendlichen oder Erwachsenen eine vorherige Beratung und eine Art „Speed-Empowerment“ benötigen, um erfolgreich zu sein. Außerdem sei eine Begleitung zu einer solchen Veranstaltung mit anschließender Auswertung hilfreich. „Um auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu erreichen, ist es wahrscheinlich sinnvoll, ein solches Angebot an eine reguläre Job-Messe anzugliedern“, betonte Projektleiterin Arnade. Ein Termin für ein solches „Speed-Dating“ steht jedoch noch nicht fest. Ferner wurde bei dem Treffen verabredet, sich gegenseitig zu verlinken und bei Stellengesuchen zu kooperieren.

 

Bei der Jobsuche behindert? „Birlikte“ will das ändern

Das Wort "birlikte" stammt aus dem Türkischen und bedeutet "gemeinsam" oder "zusammen". Das Projekt, das vorrangig von den beiden Behinderten-Selbstvertretungsverbänden Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) und InterAktiv e.V. sowie der Unternehmensberatung DG Consulting getragen wird, will für den Bereich des Landes Berlin in den Jahren 2016 - 2019 dazu beitragen, einem inklusiven Arbeitsmarkt im Sinne des Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) näher zu kommen. Im Fokus des Projekts stehen behinderte Menschen mit Migrationshintergrund, da sie auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind.

Neben Barrierefrei-Beratungen vor Ort in Unternehmen, sowie Schulungen zum Thema für Führungskräfte und Unternehmensvereinigungen, will das Projekt vor allem behinderte Menschen, die auf der Jobsuche sind, dabei unterstützen, einen entsprechenden Arbeitsplatz zu finden. Daher haben Jobsuchende - egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund - von jetzt an die Möglichkeit, ihr Gesuch an das Projekt zu schicken, das dann in der Rubrik „Jobsuche“ auf der Birlikte-Webseite eingestellt wird. Zeigt ein Unternehmen Interesse, kann es die weiteren Unterlagen, wie Lebenslauf und Zeugnisse, über E-Mail direkt bei den Jobsuchenden erfragen.

Schicken Sie bei Interesse Ihren Kurztext unter der Angabe folgender Daten: Ausbildung/ Beruf -  angestrebte Tätigkeit – Ihre E-Mailadresse mit dem Betreff „Jobsuche-Birlikte“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihr Kurztext könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Mein Name ist Melek Akgün, ich bin ausgebildete Einzelhandelskauffrau und habe zwei Jahre Arbeitserfahrung. Ich bin auf der Suche nach einer Anstellung im Elektroeinzelhandel. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auch Unternehmer*innen möchten wir auffordern, kurz gefasste Ausschreibungen zu schicken, die auf der Webseite als „Jobangebote“ gelistet werden.

Weitere Informationen über das Projekt: www.birlikte-berlin.de